<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kuddenberg12.de &#187; Refrath</title>
	<atom:link href="http://www.kuddenberg12.de/tag/refrath/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kuddenberg12.de</link>
	<description>Neues vom Kuddenberg</description>
	<lastBuildDate>Tue, 26 Jan 2010 14:45:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3</generator>
		<item>
		<title>Toby, der große dicke Hovawart</title>
		<link>http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart</link>
		<comments>http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 16:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kuddenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>
		<category><![CDATA[Hovawart]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Refrath]]></category>
		<category><![CDATA[Toby]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kephas.bplaced.de/wordpress/?p=173</guid>
		<description><![CDATA[Ich möchte jetzt noch kurz über einen unserer treuen Begleiter schreiben.
Anja und ich, damals wohnhaft in der Kellerwohnung im Haus meiner eltern, suchten nach einem Hund. Natürlich sollte es ein &#8220;gebrauchter&#8221; Hund sein.  Wir sind also losgezogen und haben die Tierheime und Internetvermittlungen auf den Kopf gestellt. Uns fiel ein blonder Hovawart auf, der aufgrund [...]<p>Post from: <a href="http://www.kuddenberg12.de">Kuddenberg12.de</a><br/><br/><a href="http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart">Toby, der große dicke Hovawart</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte jetzt noch kurz über einen unserer treuen Begleiter schreiben.</p>
<p>Anja und ich, damals wohnhaft in der Kellerwohnung im Haus meiner eltern, suchten nach einem Hund. Natürlich sollte es ein &#8220;gebrauchter&#8221; Hund sein.  Wir sind also losgezogen und haben die Tierheime und Internetvermittlungen auf den Kopf gestellt. Uns fiel ein blonder Hovawart auf, der aufgrund langjähriger &#8220;Knastaufenthalte&#8221; seelisch stark gelitten hatte und daher an beiden Vorderläufen starke Leckekzeme. Hinzu kam eine starke HD an der Hüfte. Die vorherigen Pflegestellen haben versucht den ohnehin gefräßigen Hund durch Leckerchen vom Lecken abzuhalten. Dies führte zu einem gewissen Übergewicht.<span id="more-173"></span></p>
<div id="attachment_184" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_010.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-184 " title="Hovi-Toby" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_010-150x150.jpg" alt="Der Hovawart Toby" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Hovi-Toby</p></div>
<p>Wir haben also bei dem Verein Hovawart in Not angerufen. dort wurde uns erst einmal mitgeteilt, dass man sich die Gegebenheiten vor Ort ansehen müßte. Es kamen zwei Damen und waren von dem Angebot großes Haus, 3000 m² Garten und direkter Waldanschluß restlos begeistert. Da die Pflegestelle recht weit weg Der Hovawarwar, vereinbarte man einen Übergabetermin auf einem Rastplatz.</p>
<p>Bei der Übergabe erlebten wir in dem Fahrzeug des Tierschutzvereins einen sehr großen randalierenden Hund. Wir mußten uns dann doch noch einmal kurz überlegen, ob es eine richtige Entscheidung war. Nach dem der Hund aus dem Auto gelassen wurde, war die Entscheidung aber klar. Wir wurden sofort freudig begrüßt und auf das herzlichste abgeleckt. Da ich fahren mußte, nahm Anja bei dem Hund auf der Rückbank Platz. Nach zwei Minuten Fahrt setzte sich der Hund auf Anja und schmuste mit ihr. Sie bekam zwar kaum Luft, war aber glücklich über einen solch lieben Hund.</p>
<p>Wir hatten schon lange hin und her überlegt, wie der neue Bewohner sich denn mit der schon vorhandenen Katze vertragen würde. Natürlich wollte der große blonde Bär die Katze fangen und möglicherweise fressen. Er startete auch direkt einen Versuch. es mag seltsam klingen, aber wir haben uns vor den Hund gesetzt und ihm ganz ernst in die Augen geschaut. Anja erklärte ihm, dass jeder Versuch die Katze zu jagen oder zu fressen mit der sofortigen Abschiebung in die alte Pflegestelle geahndet wird. Man glaubt es kaum, aber es hat geholfen.</p>

<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_001' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_001-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_002' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_002-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_003' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_003-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_004' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_004-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_005' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_005-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_006' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_006-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_008' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_008-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_009' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_009-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_010' title='Hovi-Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_010-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Hovi-Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_011' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_011-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_012' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_012-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>
<a href='http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/toby_013' title='Der Hovawart Toby'><img width="150" height="150" src="http://www.kuddenberg12.de/wp-content/uploads/2009/04/toby_013-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Hovawart Toby" title="Der Hovawart Toby" /></a>

<p>Wir haben in den folgenden Jahren unsere Not gehabt dem Hund das Lecken anzugewöhnen und gleichzeitig das Gewicht zu reduzieren. Die Pflegeeltern waren auf die Idee gekommen, dass man dem Hund Socken anzieht und die entsprechend befestigt. Erst ging das auch ganz gut, aber der Hund war einfach zu schlau. Wir haben ihm Pullover angezogen, alles mit Klebeband versiegelt, professionelle Verbände vom Tierarzt anlegen lassen (so eine Art Gummi) und vieles mehr. Toby brauchte eigentlich nur Minuten um diese Dinge wieder loszuwerden und hemmungslos zu lecken. Durch ständige Ablenkung und lange Spaziergänge ließ er aber auch langsam davon ab. Die beste Variante der Verbände war das Sichern des Salbenverbandes mit braunem Paketklebeband. Das hat der Hund erst einmal nicht entfernen können. Leider mußte er von den verschluckten Klebebandteilen erbrechen und hatte dazu noch fiesen Durchfall. Wir wurden also direkt richtig schön bestraft.</p>
<p>Irgendwann habe ich es mal mit Koffersicherungsbändern probiert. es handelt sich dabei um recht breite Kunstfaserbänder mit einem Steckverschluß. Wir waren begeistert. Einen ganzen Tag hatte Toby nicht an seinem Bein geleckt. Am nächsten Morgen war das Kofferband aber irgendwie weg. Diesen vorgang wiederholten wir mehrere Male. Irgendwann konnte ich den Hund bei seiner Tätigkeit beobachten. Toby hatte herausgefunden, dass man durch seitliches Drücken auf den Verschluß das Band öffnen kann. Und das konnte er hervorragend.</p>
<p>Es gibt auch noch viele weitere Tricks, die sich der eigentlich faule Hund so aneignete. Der Hund darf nicht auf&#8217;s Sofa. Ist ja klar. Der Hund war auch nie auf dem Sofa. Seltsamerweise war jeden Tag Sand und Hundehaare auf dem Polster zu finden. Wir konnten uns das nicht erklären. Eines Tages sind wir so leise nach Hause gekommen, dass der tief und fest schlafende Hund uns nicht bemerkte. Und er lag doch auf dem Sofa.</p>
<p>Wir versuchten es also mit Wäschekörben, Kartons usw. Diese wurden auf die Sitzfläche gestellt. das klappte hervorragend. Genau einmal. Später lagen die Kisten und Körbe auf dem Boden.</p>
<p>Toby war gefräßig. Da wir aber das Gewicht runter bekommen wollten, mußten wir ein wenig Diät machen. Toby hätte ohne zu murren 10kg oder mehr Trockenfutter pro Tag verputzt. Irgendwann fiel mir auf, dass fast täglich Katzenstreu in der Wohnung verteilt war. Unsere, mittlerweile zwei, Katzen sind aber sehr reinlich und haben nie Katzenstreu aus dem Katzenklo geworfen. Irgendwann stand ich im Flur und hörte ein knaspriges Knuspern. Toby stand vor einem Katzenklo. Der Hals war in der Luke verschwunden. Unser Hund frißt Katzenkacka mit Holstreu!!!!! Das muß ja echt lecker sein. Mir fiel in dem Moment nichts besseres ein, also habe ich einmal auf den Deckel des Katzenklos geschlagen. daraufhin hat Toby den Kopf angehoben und ist mit dem Deckel auf dem Kopf stiften gegangen.</p>
<p>Nun wußten wir, warum die Katzen seit wochen nicht mehr regelmäßig einen Haufen hinterlassen.</p>
<p>Mit der Zeit konnte man aber merken wann toby zum Katzenklo tapste. Man hörte ein schniefen und dann ein ganz vorsichtiges Tapsen, welches immer schneller wurde.  -Schnief- Tap.. Tap Tap&#8230;. Tap Tap Tap&#8230;. Tap Tap Tap Tap Tap Tap&#8230;.</p>
<p>es gab immer ein schönes Bild. Der Hund stand noch knuspernd vor dem Katzenklo und wollte mit seinem Blick mitteilen, dass er erstens Hunger hatte und zweitens nicht an den Katzenklo war. Die an den Leftzen hängenden Streustücke sprachen eine andere Sprache&#8230;.</p>
<p>Toby konnte sich auch ohne Probleme die Namen von Gegenständen merken. Wir haben ihm verschiedene Figuren und Plüschtierchen  vor die Nase gehalten und ihm gesagt wie die heißen. Dann wurden die Teile lose nebeneinander gestellt. Nun wurde er aufgefordert dieses oder jenes zu bringen. Diese Aufgabe konnte er sofort und ohne Übung erledigen.</p>
<p>Wir haben auch ein mit Leckerchen gefülltest Schlampermäppchen versteckt, welches er suchen mußte. Toby hat das immer sehr schnell gefunden. Dabei hat er immer erst da nachgesehen, wo es schon mal versteckt war.</p>
<p>So gingen die Tage ins Land. wir hatten echt viel Spaß mit dem Hund. Nach unserem Umzug nach Kürten war Toby wie ausgewechselt. In Refrath mußten wir ihn immer hinter uns her ziehen, ob jetzt im Wald oder im Ort war egal. In Kürten war er auf einmal wie ein junger Hüpfer. Er war auch richtig begeistert von Schnee. Im ersten Winter hatten wir mehr als 70cm Schnee. Toby wollte gar nicht mehr nach Hause, sondern nur durch den tiefen Schnee pflügen.</p>
<p>Die Geschichte vom Einzug ist auch richtig schön. Unser Haus hat 2 Stockwerke. Die Treppen waren mit einem Stufenschutz aus Teppich verkleidet. Aufgrund der Renovierung und den Flecken darauf haben wir diese Teile entfernt.</p>
<p>Wir lagen also an unserem ersten Abend im Bett, schon recht angetrunken. So ein Einzug will ja gefeiert sein. Irgendwann wunderten wir uns, warum der Hund nicht ins Schlafzimmer kommt. Gut, er war an der Haustüre eingeschlafen, er mußte also nicht bis in den zweiten Stock kommen. Dann ertönte ein Jaulen und Wimmern. Ich bin also direkt nach unten gerannt. Toby stand auf der untersten Treppenstufe und traute sich nicht weiter. Die Stufen waren frisch gewienert und richtig glatt. Er hatte also Angst die Treppe hochzusteigen. Er hatte aber auch Angst, die eine Stufe wieder herunterzusteigen. Ich half ihm dabei und mußte dann, im besoffenen Kopf und nachts um halb zwei, die Teppichkanten wieder auf die Treppe kleben. Toby stand die ganze Zeit hinter mir und bedankte sich für jede Treppenstufe mit einem feuchten Hundekuss im Nacken.</p>
<p>So gingen noch viele Monde dahin. Eines Morgens, es war ein Samstag, rief mich Anja kurz vor Dienstende an, dass ich ganz schnell nach Hause kommen müsse. Toby war nicht mehr zum Aufstehen zu bewegen. Er lag fast komplett unter unserem Bett. Normalerweise würde der dicke Popo da nicht drunter passen. Mit Leckerchen und Streicheln und allen anderen Tricks war er nicht dazu zu bringen, unter dem Bett hervor zu kommen. Ich habe ihn denn also unter dem Bett hervorgezogen. Er stand einfach nicht auf. Er lag da nur und starrte uns an. Ich testete nun die Reflexe an den Hinterläufen. Die Bewegung war da, also warum stand der Hund nicht auf.</p>
<p>Es wurde die Entscheidung gefällt, dass ein Tierarzt her muss. Es war Samstag morgen um 9 Uhr. Ich fing also an die Tierärzte in der Umgebung anzurufen. Viele waren nicht erreichbar, die meisten meinten, dass ich den Hund in der Praxis vorbeibringen müßte, andere hatten schlichtweg „keine Zeit“. Wie soll ich einen 70kg schweren Hund aus dem zweiten Obergeschoss ins Erdgeschoss tragen und denn auf den Rücksitz von einem Mercedes W124 (die erste E-Klasse Limousine) schaffen?</p>
<p>Mittlerweile brach draußen das angekündigte Unwetter los. Es war fast dunkel draußen, es blitze, donnerte und stürmte. Gegen 11:30 Uhr erreichte ich endlich unseren rettenden Engel. Frau Dr. Nathalie Esser, eine Tierärztin aus Bergisch Gladbach Bensberg, sicherte ihre Hilfe zu. Sie wollte natürlich auch den Hund in ihrer Praxis untersuchen. Also schlug sie vor, dass ich erst einmal vorbeikomme und ein Beruhigungsmittel für unseren Hund abhole. Damit wäre ein Transport leichter. Nach ein wenig Beratung sagte sie zu, dass sie doch lieber sofort vorbeikommen würde. Sie setzte sich also ins Auto und machte sich auf die knapp 20km durch das wirklich fiese Unwetter.</p>
<p>Bei uns fiel mittlerweile der Strom aus. Im schein einer Taschenlampe untersuchte Dr. Esser unseren geliebten Hund. Sie war sich nicht sicher, vermutete aber einen Bänderris an den Hinterläufen. Nun ging es darum eine passende Tierklinik zur genaueren Diagnostik aufzutreiben. Sie empfahl uns die Tierklinik in Duisburg. Mit dieser Klinik hätte sie die besten Erfahrungen gemacht. Da bei uns aber kein Strom vorhanden war, konnten wir die Telefonnummer der Klinik nicht herausfinden und ohnehin nicht telefonieren. Nun kam Frau Dr. Esser auf die Idee bei ihrer Mutter anzurufen. Die wohnt glücklicherweise genau einen Hügel weiter. Da ga es mittlerweile auch wieder Strom. Sie setzte sich also ins Auto, fuhr zu ihrer Mutter und meldete uns in der Tierklinik an. Gleichzeitig druckte sie uns noch die Anfahrtsbeschreibung aus.</p>
<p>Wieder bei uns angekommen gab sie unserem Hund eine Beruhigungsspritze. Mittlerweile hatte Toby schon unter sich gelassen, weil er den Urindrang nicht mehr zurückhalten konnte. Nun gab es immer noch das Problem, wie man den Hund nach unten schaffen konnte. Ich bin also zu unserem Nachbarn Klaus rüber und habe gefragt, ob er uns mal eben helfen könnte. Unser Nachbar stellte, so ganz nebenbei, auch noch seinen Renault Kangoo als Transportfahrzeug zur Verfügung. Mit vereinten Kräften haben wir Toby dann auf einer Decke ins Auto geschafft. Unsere lieben Nachbarn statteten uns noch mit Schokoriegeln und Getränken für die knapp 100 km Fahrt aus.</p>
<p>In der Klinik wurden wir bereits erwartet. Ich sah vom nächtlichen Dienst noch richtig abgekämpft aus und hatte noch mein Diensthemd an. Anja schien ebenfalls wie der laufende Tod aus.<br />
Ich durfte unseren Hund dann ins Röntgen begleiten und ständig bei ihm sein. Der Arzt zeigte auf dem Röntgenbild einen kompletten Abriss aller Sehnen im Bereich der Hüfte. Eine Operation wäre natürlich möglich. Allerdings würde der Erfolg vielleicht für 6 Monate halten. Es sei denn wir würden es schaffen das Gewicht des Hundes massiv zu senken. Aber auch dann wäre der längerfristige Erfolg fraglich.<br />
Ich habe mich kurz mit Anja besprochen. Wir hatten uns schon während der Fahrt überlegt, wie wir entscheiden. Um unserem Hund längeres Leiden zu ersparen, wurde der Einschläferung zugestimmt.<br />
Anja verabschiedete sich von Toby, ich blieb bei ihm. Wir spürten, dass Toby wußte, dass er nun sterben würde. Ich hielt ihn bis zu seinem letzten Atemzug in meinen Armen.</p>
<p>Auf der Rückfahrt mußten wir sehr oft anhalten, da ich vor lauter Tränen nichts mehr sehen konnte</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011<br /> Kuddenberg12.de </small><p>Post from: <a href="http://www.kuddenberg12.de">Kuddenberg12.de</a><br/><br/><a href="http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart">Toby, der große dicke Hovawart</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kuddenberg12.de/toby-der-grose-dicke-hovawart/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>



